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Power aus vollem Rohr: Die richtige Standluftpumpe

Wer Rad fährt, braucht eine Luftpumpe – so weit, so sicher. Doch weniger klar ist vielen, dass das für zuhause eine Standpumpe sein sollte. Dafür gibt’s viele gute Gründe, ein wichtiger ist auch psychologischer Natur: Mit einer guten Standpumpe ist Aufpumpen ein Klacks. Heißt: Es kostet keine Überwindung und man macht es daher gern in regelmäßigen Abständen – und nicht erst dann, wenn die fehlende Luft das Radfahren absolut verleidet oder man aufgrund des geringen Drucks einen Platten geerntet hat. Schließlich kennt man den Aha-Effekt, mit dem richtigen Druck plötzlich mit viel weniger Anstrengung durch die Straßen zu gleiten.

Der richtige Druck im Reifen macht’s – und die richtge Pumpe schafft ihn.
Das Manometer braucht klar sichtbare Zeiger und am besten auch einen einstellbaren Ring - so lässt sich der richtige Druck am besten finden.
Das Manometer braucht klar sichtbare Zeiger und am besten auch einen einstellbaren Ring – so lässt sich der richtige Druck am leichtesten ablesen.
Dieser Ventilkopf passt auf Dunlop- und Sclaverand-Ventile - und wenn man den Einsatz herausnimmt, auch auf Autoventile.
Dieser Ventilkopf passt auf Dunlop- und Sclaverand-Ventile – und wenn man den Einsatz herausnimmt, auch auf Autoventile.

Richtig Druck machen!

Aber es gibt auch noch viele andere Gründe für die Standluftpumpe. Es geht nicht um voll oder leer, sondern um den richtigen Luftdruck. Der steht auf der Reifenflanke (s. auch hier). Gehen Sie sicher, dass die neue Pumpe auf jeden Fall den für Ihr Rad – oder Ihre Räder – richtigen Druck aufbauen kann und darüber hinaus Reserven hat. Wenn Sie vielleicht mit einem Rennrad liebäugeln – womöglich sogar mit einem Retro-Klassiker mit besonders schmalen Reifen – dann sollte die Pumpe mindestens 10 Bar bieten.

Schau mal, wie viel Power!

Ein wesentliches Feature der neuen Luftpumpe sollte daher ein gut ablesbares Manometer sein. Für viele heißt das unter anderem: Der Druckanzeiger sollte lieber am Kopf der Pumpe als unten am Fuß angebracht sein. Ein verstellbarer Ring mit Pfeilkennung erleichtert das Ablesen. Pumpen, bis der Zeiger auf den Pfeil zeigt – fertig.

‚Was fürs Leben

Solange man Fahrrad fährt, wird man wahrscheinlich eine Standpumpe brauchen. Günstige, aber wenig stabile Modelle sind also eher nicht erste Wahl. Grundsätzlich gilt für den Pumpzylinder Metall als die bessere, weil robustere Ausführung. Der Pumpengriff darf ruhig ergonomisch vorgeformt sein, hier liegt Kunststoff manchmal angenehmer in der Hand als ein schöner Holzgriff. Ist aber Geschmackssache. Achten Sie auf einen kräftigen, nicht zu schmalen Standsockel, den Sie bei Bedarf mit dem Fuß stabilisieren können.

Leichter pumpen – öfter bücken

Grundsätzlich gilt: je dicker der Druckzylinder bei gleicher Höhe, desto mehr Luft drückt man per Hub in den Reifen. Aber: Je größer der Zylinderdurchmesser, desto schwerer wird auch das Pumpen. Für Räder mit Hochdruckreifen wie Rennräder oder Fitnessbikes sollten Sie also eher auf schmale Zylinder setzen – zumal diese Pneus ohnehin nur ein geringes Volumen haben. Für Mountainbikes oder Fatbikes ist ein großer Zylinder sinnvoller.

Nicht egal: Die Schlauchlänge

Unkomplizierter und komfortabler macht die Sache auch ein langer Pumpenschlauch. Dann entfällt auch das lästige Reifen-Drehen, um das Ventil an der für den Schlauch richtigen Stelle zu haben. Mindestens 80 Zentimeter sollte der Schlauch haben. Ganz wichtig: der Ventilkopf. Gerade weil eine Pumpe eine Anschaffung fürs (Fahrrad-)Leben ist, sollten Sie darauf achten, dass der Ventilkopf auf alle Ventilarten passt: Sklaverand-Ventil (=Rennradventil), Auto (=Schrader-Ventil) und Dunlop-Ventil (das klassischen Fahrradventil). Praktisch sind Ventilköpfe, die auf einer Seite am Fahrrad- und Rennrad-Ventil andocken lassen, auf der anderen Kopfseite das Autoventil. Oft weniger dauerhaft stabil sind All-in-One-Ventilköpfe. Wie auch immer: Man sollten den Ventilkopf oder zumindest den Schlauch mit Ventilkopf austauschen können, falls der Zahn des Verschleißes doch einmal zu sehr daran genagt hat.

Tubeless braucht extra!

Speziell für schlauchlose Bereifung gibt es heute Pumpen mit Zweikammer-Zylinder: Man pumpt zuerst in den Zylinder der Pumpe ein, bis dort ein hoher Druck herrscht. Dann öffnet man diesen Zylinder, und in den Tubeless-Reifen strömt die ganze Luft auf einmal. Das ist für diesen Reifentyp notwendig, damit die Reifenflanken gleichzeitig rundum an die Felgenhörner gedrückt werden. Das bedeutet: Wer vielleicht später mal auf Tubeless umsteigt – und ausschließen sollte man das keinesfalls, das System könnte in mittlerer Zukunft zum Standard werden – der sollte sich schon jetzt für eine Pumpe mit Doppelkammer entscheiden.

Jetzt sollten Sie gerüstet für den Kauf Ihrer individuell passenden Standpumpe für zuhause sein. Das Kapitel Luftpumpe ist damit allerdings noch nicht abgehakt: Natürlich sollte man im Alltag wie auf Touren immer eine Mini- oder Handpumpe dabei haben. Aber dazu ein andermal …

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