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Die “neue Mobilität” der Unternehmen – wir haben sie schon immer!

ADFC: Demonstrationzum Dieselgipfel am Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Invalidenstraße 44, 10115 Berlin, 2.8.2017

Auf den ersten Blick ist das schon sehr skurril: Da versucht ein Autohersteller seine Mitarbeiter Anfang 2019 dazu zu bringen, ihre Mobilität auf dem Arbeitsweg “sanft” zu verändern, wie die Süddeutsche Zeitung dieser Tage berichtet. Sie sollen, jetzt kommts: Auf das Auto verzichten! Genannt wurde in der Süddeutschen ein Mitarbeiter der “Initiative Campus Mobility” von – BMW!

Bei BMW wird mehr geradelt

Das Timing passt: In Kürze zieht im München-Unterhaching ein Teil des Konzerns um, etwa 3.000 Mitarbeiter müssen sich also Gedanken über den neuen Arbeitsweg machen. Der Konzern hat allein in München um 37.000 Mitarbeiter. Und tatsächlich will man bei den bayerischen Motorenwerken nun anregen, vielleicht doch mal mit der Bahn, dem  Bus oder eben dem Rad zur Arbeit zu fahren. Dafür gibt’s derzeit in jeder Mittagspause Informationen in Hülle und Fülle bei BMW, zum Beispiel über das Radwege- und -Routennetz in der Region.

Schwung in die Mobilitätswende bringen

Natürlich dürfte bei BMW in Sachen Mobilitätswende auch eine kleine Rolle spielen, dass man gerade seinen ersten E-Roller auf den Markt bringt. Ein zulassungspflichtiger Tretrroller mit E-Motor, der wie ein Roller angeschoben wird, aber auch ohne menschliche Unerstützung 20 Stundenkilometer Geschwindigkeit erreichen kann. Wenn so ein Teil der eigenen Leute statt auf vier dann auf zwei Rädern mit E-Antrieb zur Arbeitsstelle kommen. Schöner Nebeneffekt!

Home Office statt Straßen verstopfen

Aber die Zeichen stehen bei vielen großen Unternehmen und Konzernen auf “neue Mobilität”. Viele setzten aber auch auf die vermehrte Umsetzung von Home Office-Konzepten – so wirkt man der zunehmenden Verkehrsstaus entgegen. Gut, dass man nebenher auch noch Büros verkleinern kann und so Mieten zahlt. Manchmal erinnert man sich auch einfach nur, dass es “irgendwo” im Lager noch Fahrradständer gibt – man positioniert sie sinnvoll. Vielleicht sogar, indem man einen Auto-Parkplatz umwidmet. Man überdachts sie und – ganz wichtig: kommuniziert das ganze intern. Und schon kann man davon ausgehen, dass einige Angestellte mehr die Arbeitsstrecke radeln. Sprich man schafft eine bessere Infrastruktur, zumindest im Kleinen. 

Leasing – Dienstrad statt Dienstwagen

Das Firmenrad statt – oder auch zusätzlich zum Dienstwagen – kann ein weiteres Standbein sein, dass Mitarbeiter zumindest sporadisch auf andere Mobilität setzen. Wie beim Dienstwagen kann man damit nicht nur den Kauf einfacher finanzieren, man kann auch Steuern sparen, seit das Rad und E-Bike rechtlich wie ein Dienstwagen genandhabt wird. Allerdings muss – und da sind wir wieder beim Anfang – der Arbeitgeber mitspielen.

Radfahren – schon immer “Neue Mobilität”

Was uns bei PATRIA an diesen Entwicklungen besonders gefällt: Auch, wenn für diese Unternehmen und Initiativen das Fahrrad oft nur ein Teil der “neuen Mobilität” ist, sie tragen doch dazu bei, mehr Menschen auf das Rad zu bringen – oder zumindest bessere Möglichkeiten für sichereren Radverkehr zu schaffen.

Alle entdecken die neue Mobilität – wir haben sie schon immer. Sie ist Teil unseres Lebensinhalts. Das ist doch auch eine schöne Bestätigung. Für uns als Hersteller, aber auch für alle leidenschaftlichen Radfahrer.

Posted in Alle News, Verkehr & Gesellschaft
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