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Wetterbedingte Radelpause? Zahlenspielereien zum Zeitvertreib!

Zahlen sind die Energierigel der Radfahrer in der Zwangs-Winterpause. Jetzt macht es so richtig Spaß, sich mit den numerischen Begleiterscheinungen des Fahrradfahrens zu beschäftigen. Da schallt es in mündlichen, fernmündlichen, vor allem aber auch digitalen Erzählmarathons von den 150 Kilometern am Tag im vergangnen Radurlaub. Oder von „3.600 Höhenmetern. Und Abfahrt im Gewitterregen“. Superlative gibt es aber auch in vielen anderen Einheiten. In Euro etwa wird der auffälligste Eigenschaft des neuen Sattels ausgedrückt, in Gramm – „mit Pedalen!“ – das leichtfüßigste Rad der Clique diskutiert. Da gibt eine Zahl die nächste, und schnell wird eine ganze Statistik draus.

Fakten, Fakten, Fakten!

Wer als Radsportler auf der großen Datensammel- und Vergleichsplattform Strava unterwegs ist, der kennt das schon lange: Es zählt jede Zahl und jeder Unterschied, und bewege er sich auch im Mikro-Bereich, GPS, Sensoren und sogar versteckte Algorythemen am Rad machen’s möglich. Da wird die Herzfrequenz in Schlägen pro Minute in einem Kurvendiagramm dargestellt, das fast analog zur darüber liegenden Geschwindigkeits-Kurve verläuft. Und nebenbei erfährt man auch noch die Durchschnittstemperatur der letzten Tour. Oder beim Blick auf das E-Bike-Display: Da gehts vom Ladezustand über die zu erwartende Reichweite mit der vorhandenen Akkuladung bis hin zum nächsten Inspektionstermin.

Mein Rad, meine Ausstattung, meine Zahlen

Es ist einfach so: Die Radfahrer sind mit der zunehmenden Technologisierung ihres Fahrzeugs – deren vorläufiger Abschluss ist wohl das E-Bike in allen seinen Ausformungen darstellt – immer anfälliger für wie auch abhängiger von Zahlen. Die müssen aber nicht immer vom Radler selbst eruiert werden, um für Radfahrer interssant zu sein. Und dabei darf auch gerätselt werden, wo die Grenze zwischen nützlichem und dem viel zitierten unnützen Wissen ist. Auch sind diese Zahlen nicht notwendig technischen Ursprungs, man kann auch einfach mal Dinge zusmmenzählen: So gibt gibt beispielsweise in Deutschland 70 Mio. Fahrräder – fast so viele wie Einwohner. PKW dagegen gibt es mit etwa 43 Mio. nur gut die Hälfte. Oder die Infrastruktur: In Deutschland kostet ein Autobahnkilometer etwa 100 Mio. Euro. Ein Radwegkilometer etwa 100.000 Euro (ein Tausendstel). 2016 etwa wurde allein für Fernstraßen (Bundesautobahnen und Bundesstraßen) gut 7,5 Milliarden Euro ausgegeben. Und: 2019 soll für Radwege die bisher höchste Summe ausgegeben werden: 200 Millionen Euro.  Neben nützlichem und Unnützem gibt es also auch Ärgerliches Zahlenwissen. Das man vielleicht gar nicht haben will.

Kraftprotze – auf dem Rad und in der Küche

Da freut man sich doch über so einfache Zahlen aus der Abteilung „Lesen und Staunen“: Da schafft ein Spitzen-Sprinter auf der Radbahn bis zu 2.000 Watt Leistung – wenn auch nur für wenige Sekunden. Ein „normaler“ Radfahrer tritt im Schnitt mit unter Hundert Watt in die Pedale, ein Pedelec hat 250 Watt Dauerhöchstleistung. Toll. Aber vergessen wir nicht, wie relativ auch Fakten und Zahlen sind: 2.000 Watt und mehr schafft auch Ihr Backofen zuhause. Und zwar stundenlang …  

Im Internet gibts Fahrrad-Zahlenwissen und ähnliches zum Beispiel hier.

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