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Auf Patria zweimal um die Welt

Es ist schon eine Weile her, dass wir hier über Peter Smolka berichtet haben. Die letzte Post von ihm kam vor zwei Jahren aus Mexiko. Dabei gäbe es viele Gründe, ihn hier öfter erscheinen zu lassen. Mittlerweile ist er nämlich am Ende seiner zweiten Weltumradelung angelangt – fast. Die erste führte ihn von Erlangen über Afrika, Südamerika, Neuseeland und Südostasien nach Erlangen zurück. Die aktuelle zweite ging über die Ukraine nach Südostasien, über Kanada und die Vereinigten Staaten nach Südamerika, das er fast ganz von Nord nach Süd durchquerte. Über Südafrika ging es den Kontinent nach Norden bis nach Ägypten und über die Türkei zurück nach Europa. Derzeit cruist er quasi „nur“ noch ein bisschen durch Europa, um Partnerstädte von Erlangen zu besuchen. Nach dem Motto: Nach 82.000 Kilometern kommt es auf ein paar tausend weitere auch nicht an … Dabei sammelt er unter anderem Spenden für die Organisation Ärzte ohne Grenzen. Pro 20 Cent fährt er einen Kilometer. Allerdings „bin ich mittlerweile zu bekannt – oder zu billig“ klagt er bei unsrem Gespräch: „Fakt ist, dass ich eigentlich gar nicht mehr so weit fahren kann, wie ich Spenden gesammelt habe …“ Mehr als ein voller Erfolg also für seine Spendenkampagne. Leben an einem Ort? Ohne mich! Smolka machte seine erste große Radreise schon als 17-jähriger: Von Hildesheim über Dänemark nach Schweden und zurück. Seitdem ist er den Reisevirus nicht mehr los geworden. „Ein Leben an einem Ort kann ich mir nicht vorstellen“, sagt er. „Ich schätze einfach die Freiheit, unterwegs zu sein, das ist für mich leben.“ Und das kann man seiner – und unserer – Meinung nach am besten mit dem Fahrrad. Smolka fährt den Klassiker unter den Reiserädern: Unser Patria Terra, das wir für seine Weltreisen gesponsert haben. „Sponsoring beruht immer auf Gegenseitigkeit“, sagt der Reisejunkie: Bei der Menge an Kilometern, die er abspult und dem harten Einsatz, der die Technik herausfordert, kann er den Unternehmen, also uns, aber auch den Getriebe- oder Nabendynamo-Herstellern und allen anderen Partnern wichtige Tipps zur Verbesserung der Produkte geben. „Zum Beispiel bin bei Regen und Schlamm auf den Gummi-Pedalen leicht abgerutscht – jetzt habe fahre ich Alu-Pdeale.“ Das Terra ist nämlich mittlerweile sein zweites. Nicht, weil das erste die sein Reise-Fieber nicht ausgehalten hätte, schließlich ist alles am Rad genau dafür gebaut; angefangen vom stabilen Stahlrahmen über die speziellen Reise-Träger bis hin zu den robusten 26er-Laufrädern, die steifer als 28er sind, aber im Notfall auch in vielen Reiserädern bei Bedarf ersetzt werden können. Der Grund für das zweite Rad: Bei Smolkas Stopp in Nordargentinien wurde das sein Terra Anfang Februar 2016 gestohlen. „Die größte Niederlage in 13 Reisejahren!“, sagt er heute noch. Klar: Wenn du allein um die Welt reist und dir die Grundlage deines momentanen Reise-Lebens gestohlen wird, trifft das hart. Doch alle Sponsoren halfen mit, sodass Peter sein neues Rad mit Highend-Ausstattung im März in Kapstadt, seinem nächsten Etappenziel, abholen konnte. Zwischenzeitlich behalf er sich mit einem auf Reise umgemodelten Rad. „Argentinische Mittelklasse, mit ungefähr einem Lichtjahr Abstand zu meinem guten Patria Terra“, schreibt er in seinem Reiseblog. Immerhin kam er damit an die Küste von Nordamerika. Wenn er wieder in Deutschland ist – wo er als Programmierer arbeitet – werden wir mit ihm in Ruhe über die wichtigsten Stationen, über das Abenteuer fremde Kultur und das spezielle Gefühl, aus eigener Kraft mit dem Rad unterwegs zu sein, sprechen. Details zu seinen Reisen finden Sie bis dahin auf seiner Seite www.tour-de-friends.de.

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