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Gravel Biking – was ist dran am Trend?

Der Crosser für breiten Einsatzzweck: Gravelbikes sind schwer im Kommen.

Natürlich sind wieder mal die Amis Schuld: Rennräder mit breiten, grob profilierten Reifen kamen dort vor gut vier Jahren in Mode. Die Namensgebung machte man sich einfach: Gravel ist die englische Bezeichnung für Schotter. Das ist also ein Rad, das sich auch abseits von Asphalt bewährt. Nun ist genau der Bereich schon seit Jahrzehnten die Domäne des Mountainbikes. Wieso braucht man also dafür ein Gravelbike?

Natürlich „braucht“ man keine neue Radgattung für einen Zweck, für den es bereits Räder gibt. Doch das Schöne an Gravel Bikes ist ihre Flexibilität: Je nach Reifenwahl lassen sie sich auf der Straße als Rennrad und im leichten Gelände wie ein Mountainbike fahren – vorausgesetzt, man schätzt den Rennbügel beziehungswseise kann sich an die Haltung, die dieser Lenker vorgibt, gewöhnen. Das ist also vor allem etwas für Rennradfahrer oder solche die es werden wollen, die aber auch die Möglichkeit suchen, abseits der Straße unterwegs zu sein.

Feldwege oder Waldpfade ohne große Hindernisse werden mit so einem Rad mit viel Spaß gemeistert. Schließlich sind auch die Felgen und die sonstigen Komponenten auf die geänderte Belastung ausgelegt. Schwieriger wird es dort, wo gröbere Steine oder Stufen im Weg sind. Je nachdem wie breit und (Stollen-)profiliert die Reifen sind, lässt sich das Gravelbike aber auch auf der Straße sehr flott und mit viel Spaß fortbewegen.

Eine weitere Option des Schotterrads: Für viele ist es das Pendlerrad für den Winter. In der dunklen Jahreszeit sorgen breitere, profiliertere Reifen für mehr Sicherheit auf nassen und besonders auf schmutzigen Straßen. Und bei vielen dieser Rädern besteht die Möglichkeit, Schutzbleche zu montieren – im Winter für den Alltagsfahrer ein Must.

Zusätzlicher Sicherheitsaspekt bei miesem Wetter bringen die Scheibenbremsen, die bei Gravelbikes mittlerweile Standard sind. Während gängige Felgenbremsen oder Cantilevers bei Schmuddelwetter deutlich an Bremskraft und Dosierbarkeit verlieren, packen Scheibenbremsen nicht nur immer vehement und fein dosierbar zu, sie sind auch – abgesehen vom Wechseln des Bremsbelags – deutlich benutzerfreundlicher in Sachen Wartung und Einstellung.

Die gemäßigtere Sitzposition im Vergleich zum Straßenrenner – meist ist die Sattelüberhöhung geringer – und Reifen von etwa 35 bis 45 Millimeter Breite (Rennrad: meist 23 oder 25) sorgen auch für höheren Komfort.

Mancher fragt sich jetzt vielleicht: Was ist denn dann der Unterschied zum klassischen Cyclo-Crosser? Dem „Rennrad“, mit dem im Winter die Querfeldeinrennen gefahren werden? Abgesehen davon, dass manche dieser Matschrenner eben eine sehr sportliche Sitzgeometrie mit tiefem Lenker und eine eher quirlige Geometrie aufweisen, ist da wenig Unterschied.

Weil wir das wissen, haben wir mit dem Querfahrer einen klassischen, sehr flexibel ausstattbaren Geländerenner im Programm. Aber mit dem Sporttourer auch einen eher auf die Langstrecke ausgerichteten Renner. Was das Material anbelangt: Was wäre besser für diesen Einsatz geeignet als feiner Stahl? Natürlich sind an beiden Rädern Schutzbleche montierbar. Der Sporttourer ist sogar mit Scheibenbremsen oder klassischen Rennrad-Felgenbremsen zu haben. Beide Räder für die sportliche Fraktion unter unseren Kunden sind also breit einsetzbar – der Querfahrer für Menschen, die öfter mal bewusst den Pfad jenseits der Straße wählen, der Sporttourer für die, denen der Asphalt eher unvermittelt ausgeht und für die umkehren dann keine Option ist. Zuverlässige, sportliche Winterfahrzeuge sind die beiden mit der richtigen Ausstattung sowieso. Aber die kann man ja wie gewohnt bei uns zusammenstellen. Und dass wir auch das „Schotterrad“ auf Maß machen, ist bei uns ja selbstverständlich. Schließlich bedeutet Passgenauigkeit auf jedem Rad Wohlfühlen, gesünderes Fahren und noch mehr Fahrfreude.

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