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Warten bis nach Weihnachten? – Patria kann liefern

Der deutsche Einzelhandel rechnet mindestens bis zum Sommer 2023 mit Lieferengpässen, das ergab eine Umfrage des Ifo-Instituts. Am schwierigsten sei die Lage nach Angaben der Händler bei Spielwaren, elektrischen Geräten und Fahrrädern. Konkret rechnen Fahrradhändler demnach mit weiteren 18 Monaten, in denen sie die bestellte Ware nur verspätet ausliefern können.

Fragen an Jochen Kleinebenne, Geschäftsführer von Patria:

Redaktion: Es gibt Meldungen, dass Kunden auf ihre Räder bis Sommer des nächsten Jahre warten müssen, gilt das auch für die Radfahrerinnen und Radfahrer, die ein Patria bestellt haben?

Kleinebenne: Nein, wer heute ein Patria bestellt, wartet etwa 10 Wochen auf sein Fahrrad. Wir hören allerdings auch von anderen Herstellern, dass dort manche Modelle erst nächstes Jahr lieferbar sind. Das liegt meistens an den Rahmen aus Fernost, wo es immer noch erhebliche Engpässe gibt. Wir sind sehr froh, dass wir unsere Kunden zuverlässig beliefern können, weil wir unsere Rahmen hier in Ostwestfalen selber herstellen.

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Redaktion: Wir haben im letzten November über die Lieferengpässe gesprochen, gibt es nach wie vor Komponenten, die noch im Hafen von Shanghai liegen, statt auf der Werkbank in Bielefeld?

Kleinebenne: Die Ritzel für den Zahnriemenantrieb machen uns aktuell Sorgen, auf die müssen wir vermutlich bis September warten.

Bei den allermeisten Komponenten sind wir aber gut bevorratet. Unser Einkauf hat hervorragend gearbeitet, den Kollegen gebührt in dieser verrückten Zeit ein besonderer Dank.

Die Kundinnen und Kunden müssen sich eigentlich keine Gedanken machen, denn unser Konfigurator wird sehr aufmerksam aktualisiert: Ausstattungen, die auswählbar sind, können wir auch liefern. Und die Rahmen, die ja für uns die meiste Arbeit ausmachen, können wir ohnehin bauen, weil wir Muffen und Rohre von Columbus und P&P für kommende Aufträge für Jahre im voraus lagern.

Redaktion: Wie machen sich denn die gestiegenen Energiepreise bemerkbar?

Kleinebenne: Bei den Komponenten durch die Bank. Beispielsweise verteuerte sich ein guter Nabendynamo in den letzten 2 Jahren um fast 25 Prozent, weil das benötigte Aluminium knapp und teuer wurde. Aluminium benötigt zudem noch viel Energie bei der Herstellung. Bei den Stahl-Rohren für unseren Rahmenbau kommen die höheren Energiepreise erst mit einiger Verzögerung an, weil wir uns mit diesen Rohren ausreichend und frühzeitig eingedeckt haben, aber wenn der Vorrat irgendwann mal aufgebraucht ist, müssen wir auch teurer einkaufen.

Zum Glück ist die Fahrradherstellung selbst nicht besonders Energieintensiv. Im Gegenteil, wenn das Rad ordentlich eingesetzt wird, spart es ja Energie… Und wir freuen uns, dass dieser Aspekt des Radfahrens inzwischen auch eine Rolle spielt bei der Verkehrspolitik und der Städteplanung.

Posted in Alle News, Inside Patria
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