< Auf PATRIA durch Amerika. USA Teil III: Wyoming und Montana
03.08.2018 15:06 Alter: 78 days
Kategorie: Tipps und Tricks

Praxis-Tipps: Die passende Trittfrequenz und richtiges Schalten

Teil Eins: Wie schnell soll ich pedalieren?


Lieber schnell als langsam: Höhere Trittfrequenz ist gesünder.

Lieber schnell als langsam: Höhere Trittfrequenz ist gesünder.

Eigentlich ist es ganz einfach: Man sollte immer den Gang eingelegt haben, mit dem man, ohne sich übermäßig anzustrengen, mit dem gewünschten Tempo vorankommt – von Bergfahrten einmal abgesehen, da geht es fast allen immer zu langsam.

Was heißt das in Zahlen? Grundsätzlich gilt: Eine Trittfrequenz von 65 bis 85 ist die richtige. Rennradler fangen zwar da erst richtig an – aber das ist eine andere Geschichte. Nachteilig ist übrigens nicht die zu hohe Trittfrequenz, sondern die zu niedrige. Wer unter einer Umdrehung pro Sekunde kurbelt, der belastet seine Gelenke, vor allem Knie und Fußgelenk, erheblich mehr. Folge: Knieschmerzen, eventuell schmerzende Oberschenkel. Abgesehen davon ist man auf Dauer deutlich ineffektiver – sprich: Man muss eine größere Kraft für dieselbe Geschwindigkeit einsetzen. Wie aber die 80 Umdrehungen erkennen? schließlich hat nicht jeder einen Bike-Computer mit Trittfrequenz-Anzeige. Ganz einfach: Wenn Sie einen Fahrradtacho oder das Handy am Lenker haben, fangen sie bei einer vollen Minute an, Ihre Umdrehungen zu zählen: Immer wenn der linke Fuß oben ist eine Umdrehung mehr. Aber natürlich können Sie auch einfach auf ihre Uhr sehen und dann eine Minuten mit den Kurbelschlägen mitzählen.

Die Gewöhnung an die perfekte Trittfrequenz kommt übrigens ganz von alleine: Haben Sie erst ein paar Mal ihre Umdrehungen kontrolliert, stellt sich ein Gespür ein – glücklicherweise merken wir auch – vor allem auf Strecken über zehn Kilometern – dass uns schnelleres Pedalieren leichter fällt.

Mit zunehmender Steigung sollte die Schlagzahl übrigens nochmal erhöht werden: Am Berg ist höhere Trittfrequenz von über 85 effizienter – Sie strengen sich weniger an und halten länger durch. Und: der Druck, vor allem auf die Knie, ist geringer.

Diese Vorgaben gelten übrigens auch beim E-Bike. Auch wenn der Motor jede Menge Kraft zusteuert: Gesünder durch den harmonischeren Bewegungsablauf und übrigens auch in puncto Reichweite effizienter ist eine hohe Trittfrequenz.

Soweit die richtige Kadenz  – jetzt gilt es nur noch, im Getriebe den richtigen Gang dazu zu finden. Mehr dazu im Teil zwei.