07.06.2017

Fahrradland Deutschland. Jetzt.

Unter diesem Motto ruft der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC am Samstag, 11. Juni zur Fahrrad-Sternfahrt in Berlin auf. Ganz bewusst wird die Veranstaltung in den Zusammenhang mit der Bundestagswahl im Herbst gestellt: Dem ADFC nach ist der Wandel hin zu mehr Fahrrad zwar politisch gewollt, die Umsetzung bliebe aber seit Jahren auf der Strecke. Bundesgeschäftsführer Burkhardt Storck meint: "Wir können die politischen Lippenbekenntnisse nicht mehr hören - jetzt müssen die Städte wirklich fahrrad- und menschengerecht umgebaut werden. Bund und Länder müssen kräftig unterstützen."
Spaß wird die Sonntagsausfahrt durch Berlin auch jenseits des politischen Zwecks machen, führt sie doch etappenweise sogar über Autobahnen. Der Südring und die Avus werden Schauplatz der Großveranstaltung. Wie viele Teilnehmer erwartet werden? Letztes Jahr waren es 140.000!  
Um die Werbetrommel fürs Fahrrad noch mehr zu rühren, organisiert der Fahrradclub in ganz Deutschland Fahrrad-Events und Aktionswochen. Genaueres finden Sie auf radlandjetzt.de. Dort kann man auch die fahrradpolitischen Ziele und Forderungen des ADFC zur Bundestagswahl herunterladen.
 
 
Kategorie: Information, Termine

02.06.2017

Bremslicht erlaubt! Fahrradrelevante Änderungen in der StVZO

Seit erstem Juni 2017 gibt es neue gesetzliche Vorschriften für Fahrradfahrer und E-Biker. Betroffen sind vor allem Beleuchtungsanordnungen, die schon oft in der Kritik standen. Vereinfacht gesagt wurde die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung an den aktuelle Stand der Technik angepast: Fahrradscheinwerfer (und damit auch Scheinwerfer von E-Bikes bis 25 km/h) dürfen nun ausdrücklich mit Fernlicht und Tagfahrlicht ausgestattet sein.  Ihren Strom darf die Lichtanlage aus einem Dynamo, aber auch aus Batterien oder Akkus beziehen. Ganz wichtig für Mountainbiker und Rennradfahrer: Batterie-Stecklichter müssen nun nicht mehr mitgeführt werden, wenn man tagsüber unterwegs ist. Statt zwei nach hinten strahlender Reflektoren muss nun nur noch einer am Rad angebracht sein. An mehrspurigen Fahrrädern - sprich: Trikes oder den seltenen Vierrädern - ist eine Blinkanlage erlaubt. Dasselbe gilt für Fahrräder, an denen ein Aufbau möglicherweise das Handzeichen ganz oder teiweise verdeckt. Bremslicht ist nun ausdrücklich erlaubt. Fahrradfahrer allgemein werden sich vor allem über das erlaubte Fernlicht und Triker über die Blinker freuen. Aber auch das Bremslicht kann für die passive Sicherheit - und auf jeden Fall für die gefühlte Sicherheit - ein großes Plus bringen.
Laut ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) wurden mit dem neuen Gesetz großteils Anregungen des Fahrrdclubs umgesetzt.
Wir finden: Mit diesen Änderungen werden einige seltsame Anordnungen bereinigt. Ein Schritt nach vorn.

Wer sich den gesetztestextlichen Wortlaut antun will, kann das zum Beispiel hier: https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl117s1282.pdf%27%5D__1496405171196
 
Kategorie: Information

01.06.2017

Auf Patria zweimal um die Welt

Es ist schon eine Weile her, dass wir hier über Peter Smolka berichtet haben. Die letzte Post von ihm kam vor zwei Jahren aus Mexiko. Dabei gäbe es viele Gründe, ihn hier öfter erscheinen zu lassen. Mittlerweile ist er nämlich am Ende seiner zweiten Weltumradelung angelangt - fast. Die erste führte ihn von Erlangen über Afrika, Südamerika, Neuseeland und Südostasien nach Erlangen zurück. Die aktuelle zweite ging über die Ukraine nach Südostasien, über Kanada und die Vereinigten Staaten nach Südamerika, das er fast ganz von Nord nach Süd durchquerte. Über Südafrika ging es den Kontinent nach Norden bis nach Ägypten und über die Türkei zurück nach Europa. Derzeit cruist er quasi "nur" noch ein bisschen durch Europa, um Partnerstädte von Erlangen zu besuchen. Nach dem Motto: Nach 82.000 Kilometern kommt es auf ein paar tausend weitere auch nicht an ... Dabei sammelt er unter anderem Spenden für die Organisation Ärzte ohne Grenzen. Pro 20 Cent fährt er einen Kilometer. Allerdings "bin ich mittlerweile zu bekannt - oder zu billig" klagt er bei unsrem Gespräch: "Fakt ist, dass ich eigentlich gar nicht mehr so weit fahren kann, wie ich Spenden gesammelt habe ..." Mehr als ein voller Erfolg also für seine Spendenkampagne. Leben an einem Ort? Ohne mich! Smolka machte seine erste große Radreise schon als 17-jähriger: Von Hildesheim über Dänemark nach Schweden und zurück. Seitdem ist er den Reisevirus nicht mehr los geworden. "Ein Leben an einem Ort kann ich mir nicht vorstellen", sagt er. "Ich schätze einfach die Freiheit, unterwegs zu sein, das ist für mich leben." Und das kann man seiner - und unserer - Meinung nach am besten mit dem Fahrrad. Smolka fährt den Klassiker unter den Reiserädern: Unser Patria Terra, das wir für seine Weltreisen gesponsert haben. "Sponsoring beruht immer auf Gegenseitigkeit", sagt der Reisejunkie: Bei der Menge an Kilometern, die er abspult und dem harten Einsatz, der die Technik herausfordert, kann er den Unternehmen, also uns, aber auch den Getriebe- oder Nabendynamo-Herstellern und allen anderen Partnern wichtige Tipps zur Verbesserung der Produkte geben. "Zum Beispiel bin bei Regen und Schlamm auf den Gummi-Pedalen leicht abgerutscht - jetzt habe fahre ich Alu-Pdeale." Das Terra ist nämlich mittlerweile sein zweites. Nicht, weil das erste die sein Reise-Fieber nicht ausgehalten hätte, schließlich ist alles am Rad genau dafür gebaut; angefangen vom stabilen Stahlrahmen über die speziellen Reise-Träger bis hin zu den robusten 26er-Laufrädern, die steifer als 28er sind, aber im Notfall auch in vielen Reiserädern bei Bedarf ersetzt werden können. Der Grund für das zweite Rad: Bei Smolkas Stopp in Nordargentinien wurde das sein Terra Anfang Februar 2016 gestohlen. "Die größte Niederlage in 13 Reisejahren!", sagt er heute noch. Klar: Wenn du allein um die Welt reist und dir die Grundlage deines momentanen Reise-Lebens gestohlen wird, trifft das hart. Doch alle Sponsoren halfen mit, sodass Peter sein neues Rad mit Highend-Ausstattung im März in Kapstadt, seinem nächsten Etappenziel, abholen konnte. Zwischenzeitlich behalf er sich mit einem auf Reise umgemodelten Rad. "Argentinische Mittelklasse, mit ungefähr einem Lichtjahr Abstand zu meinem guten Patria Terra", schreibt er in seinem Reiseblog. Immerhin kam er damit an die Küste von Nordamerika. Wenn er wieder in Deutschland ist - wo er als Programmierer arbeitet - werden wir mit ihm in Ruhe über die wichtigsten Stationen, über das Abenteuer fremde Kultur und das spezielle Gefühl, aus eigener Kraft mit dem Rad unterwegs zu sein, sprechen. Details zu seinen Reisen finden Sie bis dahin auf seiner Seite www.tour-de-friends.de.
Kategorie: Terra, Reiseberichte

19.05.2017

„Das war sofort ein tolles Gefühl: Ein Rad, das mir wirklich perfekt passt!“

Patria-Händler Velophil in Berlin hat uns vor kurzem einen schönen Screenshot geschickt: Ein Bild aus der Toskana. Darauf zu sehen: das Rad einer Kundin vor wolkenlosem Himmel und azurblauem Meer. Der Text dazu: „Vielen lieben Dank für mein tolles kleines Fahrrad, was mich nicht nur seit zwei Jahren im Alltag begleitet, sondern mir auch in den letzten Tagen auf 600 Kilometer in Italien unvergessliche Momente bescherte!“ Stefanie Wolgast aus Berlin, die diesen begeisterten Text geschrieben hat, hat tatsächlich schon einiges versucht, um sich auf dem Fahrrad wohlzufühlen: Sie ist normal groß, hat aber kurze Beine. „Die Räder von der Stange waren mir immer zu kurz“, sagt sie. Ein Problem, das sie damit grundsätzlich hatte: Die Füße stießen beim Einlenken unweigerlich ans Vorderradschutzblech. Abgesehen davon waren die Räder ganz allgemein einfach nicht bequem, nichts passte wirklich.

Ihr Mann war schließlich auf Patria gestoßen – und unseren Partnerhändler Velophil. Frau Wolgast ließ sich beraten und vor gut zwei Jahren ihr ganz individuelles Patria Petite bauen. Da wir beinahe jeden Parameter am Fahrradrahmen auf die verschiedensten Ansprüche hin anpassen können, bekam sie ein Rad, das genau auf sie zugeschnitten war. „Als ich das Rad abholte, hab' ich hab sofort gemerkt: das passt einfach. Dabei ist es viel bequemer und macht viel mehr Spaß.“ Und das nicht nur in der Toskana. Frau Wolgast nutzt ihr Petite auch für den Arbeitsweg und andere Alltagsstrecken in Berlin. „Anfangs muss man da schon mutig sein“, sagt sie lachend über den Verkehr dort, „aber man gewöhnt sich daran, und seit ich das neue Rad habe, fahre ich auch nochmals deutlich mehr in der Stadt.“ Klar, wenn das Rad passt, fühlt man sich wohler – und damit dem Berliner Verkehrsalltag auch besser gewachsen …
Kategorie: Information, Fahrräder, Reiseberichte

17.03.2017

Noch mehr Lust auf Last – das neue Atlas!

2016 haben wir mit dem Pickup unser erstes Lastenrad vorgestellt. Neben diesem faltbaren Velo, für das es auf der Eurobike viel Aufmerksamkeit und einen Eurobike Award gab, haben wir jetzt ein zweites Rad mit Transporter-Genen entwickelt und ins Programm genommen: Das Atlas. Die große Ladefläche über dem 20-Zoll-Vorderrad ist für bis zu 30 Kilogramm Zuladung konzipiert. Und damit Sie in Sachen Fracht möglichst flexibel sind, haben wir auch gleich zwei Transportboxen dazu entwickelt.

Unser neues Cargobike ist wesentlich kürzer als vergleichbare Lastenräder. Deshalb, und Dank der sportlich gehaltenen Lenkgeometrie, fährt sich das nur 17 Kilogramm schwere Rad fast so spritzig wie ein wendiges Urban Bike.

Das Atlas gibt es mit oder ohne Shimano Steps-Motor und in unterschiedlichen Schaltungsvarianten. Und natürlich können Sie bei uns auch dieses Rad als Maßanfertigung bekommen.

So oder so: Nicht nur der Großeinkauf gewinnt mit dem Atlas garantiert einen ganz neuen (Fahr-)Spaßfaktor.

Kategorie: Fahrräder, Lastenrad, Neue Räder