10.08.2017

Bikes first: Berlin macht ernst

Um die Mobilität umwelt- und klimafreundlicher zu machen, soll es im Bundesland Berlin nun tatsächlich bald das erste Mobilitätsgesetz geben, wie die Berliner Zeitung meldet. Noch 2017 sollen die ersten drei Teile des Gesetzes verabschiedet werden. Für uns der wichtigste Inhalt: In vielen Bereichen soll der Fahrradverkehr Vorrang vor dem automobilen Individualverkehr bekommen.  Außerdem sollen "an allen Hauptstraßen Radverkehrsanlagen mit erschütterungsarmen, gut befahrbarem Belag in sicherem Abstand zu parkenden Kraftfahrzeugen und ausreichender Breite eingerichtet werden." Bis 2030 soll das gesamte Radverkehrsnetz fertiggestellt sein. Da kann man nur neidisch werden auf die Berliner - vorausgesetzt, dieser Plan hat nicht die berüchtigte Berliner Flughafen-Krankheit ...
Kategorie: Information

02.08.2017

PATRIA-Neuheiten auf der Eurobike

Wir sind auch dieses Jahr wieder mit einem Stand auf der Eurobike vertreten: Auf A2-312 können Sie unsere maßgefertigten, handgelöteten Räder kennenlernen. Und wenn Sie wollen natürlich auch die Menschen, die mit Lust und Leidenschaft dahinter stecken.

Natürlich bringen wir auch neue Bikes mit: Zum Beispiel einen feinen E-Tourer auf Basis des Touros mit Rohloff-Getriebe. Die edle Nabe wird über einen wartungsfreien Gates-Riemen statt einer Kette angetrieben. Die Pedalkraft unterstützt ein Shimano Steps-Motor: Seine Steuerung ist so feinfühlig, dass er auf jeden noch so sanften Unterschied im Pedaldruck reagiert. Trotzdem hat er an der Steigung richtig großen Bumms: Mit 70 Newtonmeter Drehmoment gehts stressfrei über jeden Berg - das absolute Reise-Pedelec! Neu ist auch eine weitere Variante des Merano. Weil es häufig nachgefragt wurde, nehmen wir den Allrounder jetzt auch mit 28 Zoll-Rädern in kleiner Rahmenhöhe 54 ins Programm.   Sie können auf der Eurobike aber auch vieles aus unserem bewährten Programm sehen: Das Argos Rohloff/Gates beispielsweise, oder das sportlich-leichtfüßige Helios mit XT-Kettenschaltung. Kommen lohnt sich: Am 2. September ist "Festival Day" - Publikumstag! 
Kategorie: Fahrräder, Messen, Touros, Eurobike, Neue Räder , Termine

28.07.2017

Motorengeflüster: unsere Antriebe

Es gibt drei grundsätzliche Motorenkonzepte: Der Anfang des E-Bike-Trends vorherrschende Front-Nabenmotor ist nur noch eine Randerscheinung. Zwar ließ sich dieser Antrieb technisch sehr einfach realisieren, da der menschliche Antrieb völlig davon abgekoppelt ist, doch einige Nachteile wie der relativ geringe Grip an Steigungen und auf schlechtem Untergrund wie auch seine Einflüsse auf die Lenkung haben ihn zu einer Randerscheinung auf dem Markt werden lassen. PATRIA verbaut deshalb nur Mittel- und Heckmotor in seinen E-Bikes: den Steps-Motor von Shimano, ein sehr feinfühlig ansprechendes System und derzeit unserer Meinung nach so ziemlich das beste in Sachen Harmonie von Mensch und Maschine. Und den Go SwissDrive-Heckmotor: Der ist mit maximal 18 Dezibel Lautstärke einer der leisesten Motoren überhaupt und in den meisten Situationen unhörbar. Trotzdem packt er kräftig zu und spricht sehr direkt an. Hügel werden gefühlt fast glattgebügelt - vorbei ists mit der Anstrengung. Und: Er kann rekuperieren. Das bedeutet: Bergab kann man den Motor so einstellen, dass er zum Generator wird. Beim Rollen generiert er Strom und speist ihn in den Akku ein; dadurch vergrößert sich die Reichweite - sie ist mit den von uns verbauten Akkus allerdings ohnehin schon mehr als alltagstauglich. Wird über 25 Stundenkilometer-Marke hinaus getreten, schaltet sich jeder Pedelec-Motor wie vom Gesetzgeber verlangt ab. Das Schöne beim Go SwissDrive: Er bietet keinen Widerstand wie viele Mittelmotoren - wer schneller als 25 fahren will, kann das mit demselben Krafteinsatz wie bei einem normalen Rad.    Auch der Mittelmotor von Shimano ist widerstandsoptimiert und läuft durch die Getriebe-Entkoppelung abgeschaltet wesentlich leichter als die Artgenossen anderer Hersteller. Unserer Meinung nach schlägt er auch die meisten in Sachen ergonomisches Pedalieren: Die Sensorik und Steuerung von STEPS ist so feinfühlig, dass unsere Räder sich damit anfülen, als hätten sie keinen Motor - sondern Sie so starke Beine, dass sie die aufgewendete Kraft kaum spüren! Rekuperieren kann ein Mittelmotor jedoch nicht. Übrigens: Zur Eurobike werden wir ein E-Reiserad mit dem starken STEPS 8000 vorstellen - ein Motor, der viel für E-Mountainbikes verwendet wird. Er arbeitet mit neuer Software noch feinfühliger, hat aber enorme Kraftreserven für den Berg.  Ein wesentlicher Unterschied im Einsatzbereich: beim Mittelmotor ist jede Hinterradschaltung möglich. Der Heckmotor kann nur mit einer Kettenschaltung kombiniert werden, umgekehrt kann man ein heckangetriebenes Rad mit mehreren vorderen Kettenblättern ausstatten - das ist nur bei manchen Mittelmotoren möglich. Wer ein PATRIA kauft, der ehält - neben dem perfekt individualisierten Rad - ein E-Bike, dessen Antrieb genau zum Einsatzzweck passt.
Kategorie: Information, E-Bikes

27.07.2017

Die Sonne schiebt mit!

Der Braunschweiger Mark Harzheim fährt um die Welt! Der frühere Motorsportler ist aufs Fahrrad umgestiegen, genauer: aufs Pedelec. Das PATRIA Argos mit Go Swissdrive-Antrieb macht es ihm möglich, nach Verletzung aus dem Motorsport und Knieproblemen wieder per Pedal unterwegs zu sein. Da unterwegs nicht alle paar Meter Steckdosen aus dem Boden sprießen, an denen er seine beiden Akkus wiederaufladen könnte, hat er sich etwas einfallen lassen: Er reist mit einem Anhänger mit Solarzellen im Schlepptau. 40 Solarzellen auf seinem Hänger sorgen dafür, das er immer Zusatzschub im Gepäck hat! Der Ingenieur - sechs Jahre hat er im Elekrofahrzeugbau gearbeitet - hat das Solarpanel selbst gebaut. Hundert Kilogramm bringt das Gespann inklusive Gepäck etwa auf die Waage. Eine ziemliche Herausforderung für Fahrer wie Material. Wir wollten zwischenzeitlich mal wissen: Wie geht es ihm mit seiner Ausstattung: Seine Antwort: "Das Rad macht nach wie vor Riesenlaune. Wir sind ein gutes Team, nach jetzt ca 17.000 Kilometer praktisch untrennbar zusammengewachsen, eine Einheit." Das freut uns natürlich - was wir aber noch schöner finden: "Die Maßanfertigung ist praktisch jeden Tag aufs Neue erfahrbar." Das zeigt uns wieder einmal, dass unser Konzept aufgeht und sich Maßanfertigung in der Praxis auszahlt. Natürlich nicht nur, wenn man um die Welt fährt ... Seit 24. April 2016 ist Mark nun unterwegs. Das zeigt schon: Ihm gehts nicht um Geschwindigkeit, sondern um das Erleben. Immer wieder unternimmt er Ausflüge per Bus, wandert tagelang durch Steppen oder erlebt intensiv die großen Städte, in denen er Halt macht.  Derzeit ist der Solar-Reisende in Kathmandu. Dort hatte er Station gemacht für zwei Trekking-Erlebnisse. Eines davon führte ihn 26 Tage in die Gegend des Mount Everest. Sie können seine Reise hier mitverfolgen.  http://oneworldpedelectour.de/
Kategorie: Reiseberichte, E-Bikes

20.07.2017

Mit oder ohne Rückenwind?

Mancher, der heute ein Fahrrad kaufen will, sieht sich plötzlich vor einer unerwarteten Entscheidung. Vor allem, wenn er nach längerer Zeit wieder ins Fahrradfahren einsteigen will oder nur sehr wenig radgefahren ist und das ändern möchte. Es geht um die Frage: Will ich vielleicht doch lieber ein Pedelec als ein Rad ohne E-Unterstützung?

Das Pedelec - die meisten nennen es E-Bike - schiebt zusätzlich mit bis zu 200 Prozent der Kraft, mit der man selbst tritt. Man muss also für dieselbe Geschwindigkeit wie mit dem Normalrad weniger stark pedalieren und fährt mit demselben Krafteinsatz deutlich schneller. Unterstützung gibts aber nur, wenn man selbst tritt. Über 25 Stundenkilometer Geschwindigkeit schaltet der Motor ab. Und, ganz wichtig: Pedelecs sind rechtlich Fahrräder, dürfen beziehungsweise müssen auf dem Radweg gefahren werden, dürfen in frei gegebenen Einbahnstraßen gegen die Richtung fahren und ähnliches weiter. Vom Handling her unterscheiden sich E-Bikes kaum von Fahrrädern, sie sind allerdings durch Motor und Akku etwas schwerer. Je nach Radtyp kommen sie auf gut 20 Kilogramm Gewicht. Wegen der höheren Geschwindigkeit - jeder fährt im Schnitt schneller, als er das mit dem normalen Rad tun würde - sollten sie mit effizienten Bremsentypen ausgestattet  sein - meist sind es Scheibenbremsen. 

Die wichtigste Frage für den potenziellen Käufer: Wann ist ein E-Bike sinnvoll? Einfache Antwort: fast immer, wenn man nicht sehr ambitionierter Radsportler ist und sich sein Hobby nicht anders vorstellen kann.Das bedeutet nicht, dass jeder andere ein Pedelec braucht. Aber dass es durchaus eine Überlegung wert sein könnte. Bei PATRIA gibt es beispielsweise für nahezu jeden Einsatzbereich Räder mit E-Motor. 

Die Vorteile von Radfahren mit Rückenwind:

- Längere Strecken werden komfortabler. Wenn der Weg länger als fünf Kilometer ist, wird die Lust, per Rad ins Büro zu fahren, doch meist sehr gering. Mit dem E-Bike? Kein Problem!

- Man kommt aber nicht nur schneller und entspannter an: Die Langstrecke ist nicht mehr schweißtreibend - ganz wichtig für Menschen, die in der Arbeit in Anzug oder Kostum auftreten müssen.

- Vielleicht der schönste Rückenwind-Effekt: Berge werdem glattgebügelt, Steigungen verlieren ihre Schrecken.

- Fahren mit Anhänger ist so leichtgängig wie ohne, der große Einkauf oder andere Fracht fällt beim Radfahren sprichwörtlich nicht mehr ins Gewicht. 

- Wer nach Fahrrad-Abstinenz wieder aufs Rad steigt, fährt mit dem Pedelec garantiert mehr als ohne Motor, bewegt sich mehr, lebt gesünder.  

- Menschen, die alters- oder krankheitsbedingt nicht mehr die Kraft zum Radfahren haben, können mit Pedelecs wieder in diesen Genuss kommen. 

- Der Spaßfaktor

Letzteres schlägt ein beliebtes Gegenargument, das da lautet: "Ich kann doch noch gut treten, wozu brauche ich ein Pedelec?" Wer sich die Mühe macht und E-Biker fragt, ob sie ihr Pedelec "brauchen", wird feststellen, dass E-Biken für die wenigsten eine reine Vernunft-Entscheidung war. Natürlich ist Pedelec-Fahren nicht unvernünftig, aber für viele ist der größte Vorteil emotionaler Natur: Ihnen macht radfahren damit einfach noch mehr Spaß! 

Auch in unserem Fahrradprogramm gibts deshalb immer mehr Räder mit elektrischem Rückenwind. Allrounder, Sportliche Tourer und Reiseräder oder - und hier ist der Motor natürlich besonders hilfreich - Lastenräder. E-Biken ist schon lange kein Trend mehr - es ist ganz normal geworden. Keiner muss, aber alle dürfen. Und was obige Entscheidung angeht: Am besten eifach mal in Ihrem normalen Einsatzbereich ausprobieren - dann merken Sie sehr schnell, ob E-Bike das neue Radfahren für  Sie ist - oder eben eine Variante,  die Sie gern anderen überlassen.