13.10.2017

Fahrtipps von PATRIA: Richtig schalten.

Ein Tourenfahrer kämpft sich, in den Pedalen stehend, schwitzend und stöhnend den Berg hoch. Seine Trittfrequenz dürfte bei 30 pro Minute oder darunter liegen – das kann man natürlich nur im Stehen meistern. Die Kette liegt auf dem drittkleinsten Ritzel – dort, wo es wohl immer liegt. Fragt man ihn oben angekommen, warum er nicht in einen kleineren Gang fährt, erklärt er zwischen zwei Atemstößen: „Ach, zum Schalten bin ich viel zu faul.“

Ja, manche Radler wechseln die Gänge seltener als die Regenhosen. Dabei ist die Schaltung eigentlich die Entwicklung in der Fahrradgeschichte, die das komfortable schnelle – oder eben auch bewusst langsame – Radfahren erst möglich machte.

Schalten kann man nie genug! Wie kann es sein, dass man Gangwechsel als Herausforderung empfindet und sich lieber unter den größten Anstrengungen Steigungen hoch quält? Wie bei so vielem: Aus Gewohnheit. Wer von Anfang an nicht Acht darauf gegeben hat, es seinen Beinen mit der richtigen Trittfrequenz so angenehm wie möglich zu machen, oder mit alter, kaputter oder verstellter Schaltungstechnik schlechte Erfahrungen gemacht hat, lässt das Schalten einfach sein oder schaltet nur, wenn der „Oberschenkel-Overkill“ droht. Dabei ist eine gut funktionierende Schaltung ein echter Spaßfaktor beim Radfahren! Das liegt auch daran, dass medizinisch gesehen eine mittlere Trittfrequenz von um die +/- 80 Umdrehungen pro Minute am sinnvollsten ist. Geübte Radfahrer empfinden sie auch als besonders angenehm. Vor allem aber ist sie am wenigsten belastend für die Knie- und Fußgelenke – sie werden um so stärker beansprucht, je geringer die Trittfrequenz bei gleicher Geschwindigkeit ist, da dann mehr Druck auf die Pedale ausgeübt wird. Frequenzen von über 95 Pedalumdrehungen nehmen Freizeitradler dagegen oft als unangenehm wahr. Probieren Sie das doch auf freier Strecke einmal aus und zählen Sie mit: Wie oft steht das rechte (oder linke) Pedal während einer Minute auf zwölf?

 

Wenn man weiß, wie Schaltungen funktionieren, versteht man ihre Bedienung besser. Bei der Kettenschaltung wird der Antriebsstrang auf kleinere oder größere Zahnräder im Hinterrad gesetzt. Durch deren verschiedenen Umfang ändert sich die Übersetzung – pro Kurbelumdrehung rollt man weiter oder eben weniger weit. Für diesen Vorgang müssen Zahnkränze und Kette in Bewegung sein – die Kettenschaltung lässt sich daher nicht im Stehen bedienen. Die Nabenschaltung funktioniert anders: Hier stecken die Zahnräder, die durch eine unterschiedliche Kombination miteinander verschiedene Übersetzungen ergeben, gekapselt in der Nabe im Hinterrad. Sie werden auf Achsen verschoben. Das funktioniert am besten, wenn sie nicht im Kraftfluss stehen, also sie keinen Druck ausgesetzt sind. Bedeutet: Richtig „Kuppeln“ üben! Kuppeln heißt in diesem Fall, vor dem Schalten den Druck teilweise oder ganz vom Pedal nehmen. Kettenschaltungen lassen sich leichter unter Druck schalten, Wer allerdings unter starkem Pedaldruck schaltet, etwa beim Beschleunigen oder am Berg, muss mit einem hohen Materialverschleiß rechnen. Es ist wie beim Auto: am besten schaltet und kuppelt man, wenn vom Hinterrad bzw. dem vorderen Umwerfer nichts oder fast nichts zu hören ist. Achten Sie etwas darauf, dann geht es bald intuitiv.

Weil mit der richtigen Frequenz Rad zu fahren nicht nur viel einfacher ist und mehr Spaß macht, sondern auch die Belastung minimiert – und uns dadurch mit gleicher Anstrengung höher oder weiter kommen lässt – ist es sinnvoll, auf das richtige Schalten zu achten.

Tipps zum richtigen Schalten:

Nehmen Sie sich bei der nächsten Ausfahrt die Zeit und achten Sie auf einer längeren Geraden darauf, mit welcher Frequenz Sie unterwegs sind. Das geht meisten schon mit der „Einundzwanzig“: Während Sie das Wort in normaler Geschwindigkeit aussprechen, sollte das Pedal deutlich mehr als einmal rotiert haben. Wenn nicht, pedalieren Sie definitiv zu langsam. Genauer geht das, wenn Sie auf gerader, ruhiger Strecke mitzählen, wie oft in einer Minute das linke Pedal ganz oben ist. Versuchen Sie dann einmal, auf etwa 80 Umdrehungen zu kommen oder sich um zunächst 15 Umdrehungen zu steigern, indem Sie kleinere Gänge nutzen. Auch wenn es am Anfang ungewohnt ist, halten Sie die höhere Drehzahl durch. Wie fühlt sich das an? Wenn sie auf Touren oder längeren Alltagsstrecken darauf achten, werden Sie sich noch entspannter ankommen.

Losfahren: Immer in einem kleinen Gang. das machts leichter, und für viele auch sicherer: Ist ein zu großer Gang drin, gehts zunächst extrem langsam vorwärts - und wir eiern mit flattrigem Lenker hin und her.  Probieren Sie einmal bewusst aus, welcher Gang zum flotten und vor allem wenig anstrengenden Start der beste ist. Damit der auch wirklich drin ist, gibt’s den nächsten Tipp:

Ampelstopp. Gewöhnen Sie sich an, schon auf den letzten Metern vor einem Stopp oder einer Kreuzung, in den Gang zu schalten, mit dem Sie losfahren wollen. So wird Stop-and-go nicht zur schweißtreibenden und gelenkbelastenden Anstrengung. Falls Sie eine Naben- oder die Pinion-Schaltung haben, können Sie diese zwar auch im Stehen Schalten – im Gegensatz zu einer Kettenschaltung. Wenn Sie sich aber angewöhnen, schon beim Ausrollen den passenden Gang fürs Losfahren einzulegen, vergessen Sie nicht, dass der falsche Gang noch drin ist und versuchen nicht erst, damit zu starten. Wer eine Kettenschaltung fährt, dem bleibt dann allerdings fast nichts anderes übrig – außer folgender umständliche Trick, der etwas Übung braucht:

Mit Kettenschaltung an der Ampel und vergessen, einen kleinen Gang einzulegen? Vorderradbremse ziehen und am Lenker schieben, bis das Hinterrad keinen Bodenkontakt mehr hat. Dann schalten und gleichzeitig ins Pedal treten – der Gang rastet ein.
Auch am Berg auf eine hohe Frequenz achten. Die Wahrnehmung täuscht: Sie sind an längeren Anstiegen nicht nur mindestens genau so schnell, wie wenn Sie in einer kurzen Übersetzung mit niedriger Frequenz fahren – Sie sparen auch viel Kraft und tun sich selbst etwas Gutes.

An starken Steigungen zu schalten ist schwierig und verschleißt das Material – wenns hinten kracht und knackt, ist etwas falsch gelaufen. Bei Nabenschaltungen will der kleinere Gang unter Belastung oft gar nicht rein – nicht mit Gewalt reinwürgen! Wer schon knapp vor Beginn der Steigung den Druck von den Pedalen nimmt und einige Gänge tiefer schaltet, hat das Problem nicht. Schnell lernt man, welcher Gang für die jeweilige Steigung ungefähr der richtige sein dürfte. Auf jeden Fall ganz falsch: Mit großer Übersetzung in den Berg fahren und pedalieren, bis nichts mehr geht. Dann ist Absteigen und Schieben oft die letzte Möglichkeit – Kettensalat droht!

Und noch ein Tipp:
Mit der vom Händler genau eingestellten Schaltung und einer gepflegten Kette flutscht es deutlich besser!

Übrigens: E-Bikes gibt’s bereits mit Automatiken, die das Schalten übernehmen!
06.10.2017

Bußgelder für Radfahrer: Einmal "Rotlichtverstoß"? 100 Euro!

Radfahren kann teuer werden. Damit sind nicht die oft diskutierte Preis des Fahrrads gemeint, sondern die Bußgelder, die der Radfahrer bei Vergehen zahlt – sofern sie von unseren Ordnungshütern bemerkt und geahndet werden, denn wer ist noch nie ein paar Meter auf dem Gehweg gefahren … So ziemlich alles, was für den Autofahrer Bußgeld nach sich zieht, bringt auch dem Biker Geldstrafe ein – wenn auch meist etwas weniger. Was viele nicht wissen: Auch aufgrund von triftigen Verstößen beim Radfahren kann man dem Verkehrssünder den Autoführerschein entziehen. Aber zunächst: Was kosten die kleinen Sünden? Wer beispielsweise Kinder ohne Kindersitz und sonstige Vorrichtung (Fußrasten) transportiert, zahlt fünf Euro. Der Klassiker: Einen beschilderten Radweg nicht zu benutzen – Radwegbenutzungspflicht! – kostet mindestens 20 und bis zu 35 Euro, je nachdem, ob dabei noch jemand behindert oder gefährdet wurde oder gar ein Unfall entstand. Dasselbe gilt für Fahren auf dem Radweg in falscher Richtung oder gegen die Einbahnstraße. Wer ohne Licht fährt ist mindestens 20 Euro los, wer mit dem Handy in der Hand telefoniert 25 Euro. Eine rote Ampel zu überfahren kostet 60 bis 100 Euro – letzteres, wenn sie mindestens eine Sekunde rot zeigte. Grundsätzlich gibt’s dafür einen Punkt im Flensburger Strafregister, unabhängig von der Verkehrssituation. Die Süddeutsche Zeitung schrieb vor fast zwei Jahren schon aus der Perspektive der Radfahrer: „An roten Ampeln halten – das ist Quatsch!“ Und wie viele Fußgänger und Radfahrer denken sich das wohl auch zumindest nachts an kilometerweit leeren Straßen und gehen bei Rot? Idaho, das der SZ-Autor als Beispiel bringt, hat Radlern das Fahren bei Rot erlaubt; wer an eine Ampel kommt, muss nur halten, um zu sehen, ob frei ist. Dann darf er weiterfahren. Gute Idee, oder? Auch, wer bei uns das Rechtsfahrgebot missachtet, also die Regel, dass man möglichst weit rechts fahren sollte, kann mit 15 Euro belangt werden. Eine übrigens schwierige Angelegenheit, weil Radfahrer andererseits „genügend“ (die genaue Angabe schwankt von Präzedenzfall zu Präzedenzfall) Seitenabstand zum Fahrbahnrand oder parkenden Autos einhalten müssen. Das bedeutet auch in Bezug auf das sogenannte Dooring, also Sturz wegen unachtsamen Aussteigens eines Autofahrers: Der Radfahrer hat meist eine Mitschuld. Im einzelnen finden Sie die häufigsten Verstöße und ihre Kosten für den dabei Erwischten unter anderem auf der Seite des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs ADFC.
26.09.2017

Ausstattung: Tipps fürs Radfahren in Herbst und Winter, Teil II

Wer auch in der feuchten Jahreszeit Rad-mobil bleiben will, sollte sein Rad passend ausstatten:

Für Ihre Sicherheit das wichtigste Zubehör: leistungsfähige Beleuchtung! Wer jetzt schon mit fest montiertem Front- und Heckstrahler fährt, hat's gut: Wer nicht, sollte sich überlegen, ob er nicht nachrüstet. Bei einer täglichen Pendlerstrecke von 10 Kilometern oder mehr lohnt sich eine fest installierte Lichtanlage inklusive Nabendynamo. Der Vorteil: Die Lichtquelle ist immer dabei und muss nicht nachgeladen werden, auch Akku vergessen ist passé, und das System ist meist stabiler und zuverlässiger als Steckleuchten – vor allem bei Regenbetrieb. Wer viel über Landstraße oder gar Feldweg fährt, legt nicht nur Wert auf gesehen werden, sondern auch auf selbst sehen. Eine Frontleuchte mit etwa 80 Lux ist hier sinnvoll.

Achtung, Einstellungssache! Bis vor 10, 15 Jahren war es aufgrund der geringen Leistung von Fahrradleuchten ziemlich egal, heute ist es sehr wichtig: Richten Sie ihre Leuchte so aus, dass sie nicht blendet – gerade auf Wegen ohne weitere Lichtquellen kann das sonst für Entgegenkommende wie auch für Sie gefährlich werden.

Mobile Leuchte? Nur mit Akku! Setzen Sie auf Batterielichter, sollten Sie zumindest bei der Frontleuchte darauf achten, dass der oder die Akkus im Gerät geladen werden können.

Nachladen nicht vergessen! Wer mit mobilen Lichtern unterwegs ist, sollte sich ein Ritual zum Nachladen angewöhnen: Zum Beispiel beim Nachhausekommen direkt nach dem Schuhe ausziehen die Frontleuchte an den Strom hängen.

Reifen. In Schmodder und Schnee ist ein breiter, profilierter Reifen deutlich besser als ein schmaler, glatter. Aber Achtung, bevor Sie jetzt doppelt so breite Pneus kaufen: oft erlauben die Durchläufe in Gabel und Hinterbau nur geringen Zuwachs. Lassen Sie sich im Zweifel von ihrem Händler beraten, welche Breite ihr Winterreifen haben kann. Ein Vorteil breiter Reifen ist auch der höhere Komfort bei gleichem Rollwiderstand. Ohnehin ist es bei schlechtem Untergrund besser, mit etwas weniger Reifendruck zu fahren, um eine größere Kontaktfläche zum Boden zu haben. Achten Sie darauf, dass Sie trotzdem mit ausreichend Druck fahren, damit bei Schlagloch-Strecken Schlauch oder gar Felge nicht beschädigt werden. Eine Tabelle für den richtigen Druck bei Ihrer Reifenbreite finden Sie unter anderem hier.

Spritzwasser. Wer bislang mit dem Sportrad ohne Schutzbleche unterwegs ist, der sollte die unbedingt nachrüsten. Am besten fest montierte. Finden sich also an Rahmen und Gabel Ösen hierfür, umso besser – Radschützer halten am zuverlässigsten – und am zuverlässigsten das Spritzwasser ab wenn sie mit Metallstreben am Rahmen fixiert sind. Gibt es keine Rahmenösen, müssen es Schützer zum Anklemmen sein. Über dem Hinterrad sind einfache Bleche mit Befestigungsschelle für die Sattelstütze beliebt. Für Pendler sind sie nur die Notlösung. Besser: Radschützer, die per Klemmen oder Gummispanner an den Sitzstreben befestigt werden. Sie lassen sich genau einstellen und halten fast genauso gut Schmutzwasser von Po und Rücken fern wie feste Bleche. Für Herbst und Winter sollten Sie die Länge der Bleche kritisch unter die Lupe nehmen: Am Vorderrad ist ein zu kurzes Blech eine Nasse-Füße-Garantie, am Hinterrad gibt’s vor allem einen nassen Hintermann. Abhilfe schafft ein einfacher Schmutzfänger, den man an den Schutzblech-Streben anclipsen kann. So die nicht vorhanden sind, kann der Spritzlappen auch mit zwei Schräubchen direckt am Schutzblech befestigt werden – Kreativität hält trocken.

Bremsen. Achten Sie besonders im Winter auf gut eingestellte Bremsen und ausreichend starkem Bremsbelag. Wer jetzt auf ein neues Bike umsteigt, sollte sich an Modellen mit Scheibenbremsen orientieren. Sie sind auch bei Nässe fein dosierbar und haben höhere Bremsleistung als Felgenbremsen. Ein Nachrüsten mit Scheibenbremsen ist meist nicht möglich, da an Rahmen und Gabel Aufnahmen vorhanden sein müssen.


20.09.2017

Dunkel, nass, kalt: Tipps fürs Radfahren in Herbst und Winter, Teil I

Zum Frühstücken braucht man schon wieder Licht, und der Blick aus dem Fenster macht in Anbetracht der Wetterlage auch keinen Spaß: Das ist die Zeit, in der viele daran denken, das Fahrrad oder E-Bike für die nächsten Monate in den Keller zu stellen und den Weg zur Arbeit per Bahn, Auto oder zu Fuß zurück zulegen. Dabei hat Fahrradfahren in der dunklen Jahreszeit auch seinen Reiz, gerade wenn man auch außerhalb der Stadt oder durch Parks unterwegs sein kann. Außerdem: Wer will schon auf die gewohnte Portion Bewegung verzichten, besonders im Winter, wo man ohnehin weniger draußen aktiv ist? Und: Eine halbe Stunde radfahren täglich sorgt für ein starkes Immunsystem, und der im Herbst gefühlt „tägliche“ Regen fällt in Wirklichkeit seltener. Gründe gibt’s also genug. Deshalb: Durchfahren! Mit unseren Tipps klappt das. Der erste Beitrag beschäftigt sich mit der passenden Bekleidung, im zweiten in zwei Wochen kümmern wir uns um die Ausstattung für Rad und Radler, im Dritten gibt’s jede Menge Fahrtipps für Herbstradler. Oberstes Gebot: Warm und trocken bleiben! Immer nach Zwiebel-Prinzip anziehen, also lieber mehrere dünne Schichten als wenige dicke. So können Sie bevor Sie anfangen zu Schwitzen eine Schicht ausziehen und den Temperaturhaushalt perfekt ans Wetter anpassen. Grundsätzlich gilt: Maximale Atmungsaktivität, sprich optimales Wohlfühl-Klima hat man nur, wenn alle Schichten wasserdampfdurchlässig sind. Atmungsaktivität fängt also im besten Fall schon bei der Unterwäsche an – und das ist spürbar! Die äußeren Schichten für die kalte Jahreszeit, vor allem die Jacke und die Stirnfläche der Mütze, gegebenenfalls auch die für unter den Helm, sollten winddicht sein. Gore Windstopper- oder ähnliches Material sorgt dafür, dass der Windchill-Effekt uns nichts anhaben kann. Dieser Begriff bringt die gefühlte Temperatur im Verhältnis zur tatsächlichen zum Ausdruck, eigentlich eine alltägliche Winter-Erfahrung, die jeder kennt: Wer auf dem Rad mit 25 Stundenkilometern unterwegs ist, für den fühlen sich fünf Grad Celsius an als wären es etwa null Grad. Bei minus zehn Grad und derselben Geschwindigkeit verspüren wir schon eine Kälte von unter minus 18 Grad. Das ist keine Einbildung, sondern kann einfach physikalisch erklärt werden. Softschell-Jacken mit Windschutz sind für Radfahrer optimal: Sie haben hohen Tragekomfort, sind je nach Typ sehr atmungsaktiv und halten leichten Regen ab. Auch die Handschuhe sollten wasserdicht und atmungsaktiv sein. Hier hat die Passform viel Einfluss darauf, wie warm sie halten. Nicht zu eng kaufen und auf Qualität achten – die Hände sind dem kalten Wind und Regen besonders ausgesetzt. Tipps en detail: Kapuze? Auf dem Rad schwierig weil erstens passt sie oft nicht unter den Helm, zweitens kann sie ein Sicherheitsrisiko sein: Ist sie halbwegs passend eingestellt, macht sie Kopfbewegungen nicht mit; das macht das Umgucken oft schwierig. - Regenhose lieber etwas zu groß kaufen, schließlich muss sie noch über die normale Kleidung angezogen werden. - Regenbekleidung auf Strecke anziehen, wenn es anfängt zu regnen. Zaudern und Überzieh-Faulheit führen sonst eventuell zu einem Zustand, der Überziehen hinfällig macht. - Für besonders kalte und nasse Tage: wasserdichte Socken, wie etwa SealSkinz sie anbietet. Achtung: Sitzen die Schuhe schon eng, sind solche Socken wegen der Materialdicke keine Option! - Stark profilierte Schuhe sind bei Schmuddelwetter sinnvoll – sie beugen dem Ausrutschen auf Pedal und Asphalt vor.
Kategorie: Information, Tipps und Tricks

15.09.2017

Das war die Eurobike 2017

Das Highlight auf unserem Stand A2-312 haben wir ja schon weiter unten beschrieben: Das neue E-Touros in seiner knalligen gelben Farbe hat sicher viele Passanten zum Stehenbleiben und genaueren anzusehen und dann vielleicht auch das Unternehmen dahinter kennenzulernen. Wir waren zu dritt vertreten - allerdings war Geschäftsführer Jochen Kleinebenne auch viel unterwegs: Geschäftspartner und Kollegen treffen, neue Zulieferer sprechen, und am Mittwoch im WDR erzählen, was das Wesentliche an Maßfahrrad ist, wie Patria es baut: Eine Stunde lang erklärte Radiomoderatorin Britta Fecke zusammen mit drei Gesprächspartnern aus Industrie und Handel sowie einem Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs ADFC, was Radfahren heute ausmacht. Und Patria hatte dabei unter anderem die Gelegenheit, den Velochecker vorzustellen, unser Standfahrrad zum Vermessen. Dabei wurde erklärt, warum die Passform fürs Fahrradfahren so wichtig ist - vielleicht die spannendste Info im Beitrag, den der Deutschlandfunk live von der Eurobike sendete.  Vom Publikumstag am Samstag waren wir begeistert: Das Patria-Team am Stand hatte mit dem Ansturm von Interessenten alle Hände voll zu tun. "Besonders haben wir uns über die vielen Reiseradler gefreut, die vorbei kamen, um uns von ihren Reisen mit Patria-Bikes zu erzählen oder Fotos davon vorbei zu bringen", meinte Jochen Kleinebenne später. Außerdem waren auch einige Reise-Neueinsteiger dabei, die sich für ein Maßrad von Patria entschieden hatten und sich direkt von uns vermessen lassen wollten. Aber die Interessenten kamen aus allen Bereichen: Alltagsrad, sportliches Tourenbike und Randonneur-Fans waren vertreten. Viele, die Patria noch nicht kannten, wurden durch die klassische Optik unserer Räder angelockt. "Mein Händler hat die Marke leider nicht", meinten manche. Wem das auch so geht: Zum Radhändler des Vertrauens gehen und ihn auf uns aufmerksam machen! Jedenfalls war gerade der Publikumstag für uns ein ganz wichtiger Tag . Sehr schade, dass die Messegesellschaft 2018 ganz auf ihn verzichten will. Ob ein Messestand auf der Eurobike für Patria dann noch sinnvoll ist, muss sich zeigen.  Ein schönen Image-Film hat Hans Magnus Pechel dieses Jahr jedenfalls auf der Messe gedreht:
https://www.youtube.com/watch?v=C2F_0sGH2LI
Kategorie: Messen, Touros, Eurobike, Termine