20.07.2017

Mit oder ohne Rückenwind?

Mancher, der heute ein Fahrrad kaufen will, sieht sich plötzlich vor einer unerwarteten Entscheidung. Vor allem, wenn er nach längerer Zeit wieder ins Fahrradfahren einsteigen will oder nur sehr wenig radgefahren ist und das ändern möchte. Es geht um die Frage: Will ich vielleicht doch lieber ein Pedelec als ein Rad ohne E-Unterstützung?

Das Pedelec - die meisten nennen es E-Bike - schiebt zusätzlich mit bis zu 200 Prozent der Kraft, mit der man selbst tritt. Man muss also für dieselbe Geschwindigkeit wie mit dem Normalrad weniger stark pedalieren und fährt mit demselben Krafteinsatz deutlich schneller. Unterstützung gibts aber nur, wenn man selbst tritt. Über 25 Stundenkilometer Geschwindigkeit schaltet der Motor ab. Und, ganz wichtig: Pedelecs sind rechtlich Fahrräder, dürfen beziehungsweise müssen auf dem Radweg gefahren werden, dürfen in frei gegebenen Einbahnstraßen gegen die Richtung fahren und ähnliches weiter. Vom Handling her unterscheiden sich E-Bikes kaum von Fahrrädern, sie sind allerdings durch Motor und Akku etwas schwerer. Je nach Radtyp kommen sie auf gut 20 Kilogramm Gewicht. Wegen der höheren Geschwindigkeit - jeder fährt im Schnitt schneller, als er das mit dem normalen Rad tun würde - sollten sie mit effizienten Bremsentypen ausgestattet  sein - meist sind es Scheibenbremsen. 

Die wichtigste Frage für den potenziellen Käufer: Wann ist ein E-Bike sinnvoll? Einfache Antwort: fast immer, wenn man nicht sehr ambitionierter Radsportler ist und sich sein Hobby nicht anders vorstellen kann.Das bedeutet nicht, dass jeder andere ein Pedelec braucht. Aber dass es durchaus eine Überlegung wert sein könnte. Bei PATRIA gibt es beispielsweise für nahezu jeden Einsatzbereich Räder mit E-Motor. 

Die Vorteile von Radfahren mit Rückenwind:

- Längere Strecken werden komfortabler. Wenn der Weg länger als fünf Kilometer ist, wird die Lust, per Rad ins Büro zu fahren, doch meist sehr gering. Mit dem E-Bike? Kein Problem!

- Man kommt aber nicht nur schneller und entspannter an: Die Langstrecke ist nicht mehr schweißtreibend - ganz wichtig für Menschen, die in der Arbeit in Anzug oder Kostum auftreten müssen.

- Vielleicht der schönste Rückenwind-Effekt: Berge werdem glattgebügelt, Steigungen verlieren ihre Schrecken.

- Fahren mit Anhänger ist so leichtgängig wie ohne, der große Einkauf oder andere Fracht fällt beim Radfahren sprichwörtlich nicht mehr ins Gewicht. 

- Wer nach Fahrrad-Abstinenz wieder aufs Rad steigt, fährt mit dem Pedelec garantiert mehr als ohne Motor, bewegt sich mehr, lebt gesünder.  

- Menschen, die alters- oder krankheitsbedingt nicht mehr die Kraft zum Radfahren haben, können mit Pedelecs wieder in diesen Genuss kommen. 

- Der Spaßfaktor

Letzteres schlägt ein beliebtes Gegenargument, das da lautet: "Ich kann doch noch gut treten, wozu brauche ich ein Pedelec?" Wer sich die Mühe macht und E-Biker fragt, ob sie ihr Pedelec "brauchen", wird feststellen, dass E-Biken für die wenigsten eine reine Vernunft-Entscheidung war. Natürlich ist Pedelec-Fahren nicht unvernünftig, aber für viele ist der größte Vorteil emotionaler Natur: Ihnen macht radfahren damit einfach noch mehr Spaß! 

Auch in unserem Fahrradprogramm gibts deshalb immer mehr Räder mit elektrischem Rückenwind. Allrounder, Sportliche Tourer und Reiseräder oder - und hier ist der Motor natürlich besonders hilfreich - Lastenräder. E-Biken ist schon lange kein Trend mehr - es ist ganz normal geworden. Keiner muss, aber alle dürfen. Und was obige Entscheidung angeht: Am besten eifach mal in Ihrem normalen Einsatzbereich ausprobieren - dann merken Sie sehr schnell, ob E-Bike das neue Radfahren für  Sie ist - oder eben eine Variante,  die Sie gern anderen überlassen.
11.07.2017

Der Transport-Trend: Lastenräder

Spätestens seit diesem Jahr sind sie in jeder Stadt anzutreffen – in Großstädten treten sie gar in Scharen auf: Lastenräder. Der Trend ist nicht mehr zu übersehen. Gründe dafür gibt’s genug: Lastenräder oder Cargobikes sind nicht nur umweltfreundlicher und verträglicher als Lieferwagen und Konsorten, sie schaffen auch mehr Platz auf den Straßen. Dabei muss man gar nicht nur selbstlos sein, um ein Lastenrad zu fahren: Man kommt einfacher durch den Verkehr, spart jede Menge Geld und Nerven, ist meist schneller am Ziel, tut dabei erwiesenermaßen etwas für seine Gesundheit – und hat definitiv mehr Spaß, egal, ob man privat oder geschäftlich unterwegs ist.

Letzteres war schon einmal angesagt: Das Cargobike gab es schon Anfang des 20. Jahrhunderts, als das Fahrrad noch die erste Mobilitätswahl des Handwerkers und Servicedinstleisters war. Ein Art von Cargobike ist sogar über die lange Zeit geblieben. In diesem Bereich stellte niemand die Frage, ob das Auto nicht besser geeignet sei als das Fahrrad: Das Postrad ist über viele Jahrzehnte gleich geblieben. Bis vor wenigen Jahren sah das Postrad auch noch aus wie damals, dem ebenfalls hin und wieder anzutreffenden Bäckerfahrrad sehr ähnlich. Die neuen Ausgaben sind mit Scheibenbremsen ausgestattet, unterstützen den Postboten mit E-Antrieb und sind auch sonst auf Höhe der Zeit. Heute fährt der Düsseldorfer Tischler mit dem Rad zum Kunden und der Frankfurter Kaffee-Caterer kommt per Coffee-Bike zum Open-Air-Event. Das „ganz normale“ Lastenrad gibt es immer weniger – Lastenräder müssen teilweise spezielle Bedingungen erfüllen. Es ist noch enger geworden in den Städten. Ein Lastenrad, das sich schön klein macht, wenn es leer unterwegs ist, ist heute zum Beispiel gefragter als früher. Wenn Lieferkapazität nötig ist, soll es natürlich trotzdem mächtig zulangen können und robust genug sein, um viel Gewicht tragen zu können. Diese Lücke füllt unser Lastenrad Pickup: Ist die Ladefläche gefaltet, kommt es in Sachen Länge dem normalen Citybike nahe. Das ist fürs Parken wie die Wendigkeit in der City wichtig. Ist die Ladefläche entfaltet, gibt’s Platz für 60 Zentimeter lange und bis zu satten 100 Kilogramm schweren Fracht. Wer oft mit Ladung unterwegs ist, der kann das Pickup auch mit E-Unterstützung von Go Swissdrive im Hinterrad bestellen. Der Antrieb macht den Ampelstart zum Vergnügen und die Langstrecke zum lockeren Ausflug. Wer nur leichte Last transportieren, aber auch in der City besonders flott unterwegs sein will, für den haben wir das flinke, wendige Atlas gemacht. Es fährt sich wie ein flinkes, flottes Rad, hat maximalen Fahrspaß-Faktor und schafft trotzdem ganz schön was ran auf seiner Ladefläche – die man immer schön im Blick hat. Dafür gibt es auch verschiedene Ladeboxen gibt, die bis zu 30 Kilogramm Last in den verschiedensten Formen einfach unterbringen. Ein echter Allrounder mit Kombi-Genen, denn um die Ecke flitzen macht damit genauso viel Spaß wie die große Picknickausrüstung ins Grüne zu fahren. Wer auch das gern mit E-Antrieb genießen möchte – vielleicht auch, weil er in einer nicht ganz so flachen Stadt wohnt –, für den gibt’s unsere Variante mit dem erstklassigen Shimano Steps-Antrieb. Einen Motor, den man eigentlich nicht bemerkt – nur das Rad läuft so unglaublich leicht, dass man nicht mehr absteigen will …
Kategorie: Information, Lastenrad, E-Bikes

19.06.2017

Karte oder Navi?

Die digitale Navigation auf dem Fahrrad ist für viele heute schon selbstverständlich, andere lehnen sie – was Urlaubsreisen oder Tagestouren angeht – kategorisch ab. Vor allem viele Alte Hasen schwören drauf: Die Fahrradreise oder -Tour wird mit Karte bestritten! Bei "Berufs-Reisenden" sind Fernreisen ohne Navi kaum mehr vorstellbar. Fragt man nach, warum?, erscheinen Argumente, die nicht einfach von der Hand zu weisen sind. Wir haben die Argumente für die beiden Navigationssysteme gesammelt.

  •     Die Karte ist besser zu handhaben
  •     Das stimmt nur in mancher Hinsicht: Liegt die Karte vor mir, kann ich direkt in Media res gehen – alles, was die Karte kann, ist direkt zugänglich. Sie zeigt die Orte an, kann mir relativ schnell grobe Entfernungen wiedergeben, liefert, je nach Typ, Aussagen über die Befahrbarkeit und Breite der Wege beziehungsweise den Oberfläche und oft auch über Steigungen und Gefälle. Weniger kompliziert zu handhaben ist die Karte damit sicher - je nach Gerät und Hersteller muss man sich inten siv in die Bedienung eines Navis einarbeiten, bis es in der Praxis gut läuft. Aber: Die einfache Handhabung hört auf dem Fahrrad auf. Ich muss anhalten, sie zur Hand nehmen und gegebenenfalls aufschlagen, wenn sie nicht bereits so gefaltet ist, dass ich den aktuellen Ausschnitt vor mir habe.
  •     Die Karte liefert eine bessere Übersicht.
  •     Das ist in unseren Augen der Hauptvorteil der Karte: Sie hilft, Orte und Strecken in einen größeren Umfeld einzuordnen. Entfernungen werden direkt und unmittelbar verständlich, man bekommt einen einfachen Überblick über Proportionen und wo man sich gerade befindet. Zwar können auch Navigationsgeräte große Regionen anzeigen, doch dann fehlt auf dem kleinen Display die Übersicht. Außerdem muss man dazu die Einstellung - je nach Gerät aufwendig - verändern.
  •     Die Karte ist Strom-unabhängig.
  •     Ein weiterer echter Pluspunkt der Landkarte. Sie ist – im Hellen – ohne Strom lesbar; doch braucht man bei schlechtem Licht oder nachts eine Lichtquelle – also meist eine batteriebetriebene Leuchte. Darüber hinaus kann man heute die Akkus vieler Navis per Nabendynamo laden – man muss sich also nicht abhängig von mobilen Stromquellen machen.
  •     Die Karte ist zuverlässig und immer einsatzbereit, der Navi nicht.
  •     Das Argument verabschiedet sich allmählich, denn Navigationsgeräte werden immer sicherer und zuverlässiger. Sie arbeiten effizient, sind oft im stromsparenden Modi zu betreiben und stürzen selten ab – auch wenn es je nach Typ und Hersteller noch deutliche Unterschiede gibt.
  •     Die Karte ist viel günstiger
  •     Wirklich? Sicher, für eine einmalige Wochenendreise wird sich niemand ein Navi für 200 Euro oder mehr anschaffen, doch schon bei wenigen Touren pro Jahr wird das Kartenmaterial auf Dauer teurer als das Navi. Zumindest dann, wenn man in unterschiedlichen Regionen unterwegs ist; dann ist immer wieder eine neues Kartenmaterial fällig.
  •     Die Karte ist robuster.
  •     Nicht wirklich: Regen hat schon so mancher Karte den Garaus gemacht, und wer auf komplexen Routen häufig halten und nachschlagen muss, hat oft bald Loseblatt-Sammlung in Händen. Dem gegenüber ist ein Outdoor- und Fahrrad-Navi äußerst robust.
  •     Durch die Beschäftigung mit der Karte und dem Abgleich mit der Landschaft, in der man sich verbindet, erhält man einen viel besseren Überblick und lernt viel schneller, sich im jeweiligen Gebiet zu orientieren. Das wird wohl jeder schon einmal erlebt haben, und sei es auch mit dem Auto-Navi: Übernimmt der immer die Wegführung von A nach B ist es ungleich schwieriger, sich zu orientieren.Was aber wirklich für den Navi spricht sind Eigenschaften, die keine Karte bieten kann: Navis zeigen immer deinen aktuellen Standpunkt. Dadurch ist Verfahren kaum möglich. Beim Blick auf die Karte ist sofort zu erkennen, ob man sich noch auf der vorgegebenen Route befindet oder nicht, akustische oder optische Abbiegehinweise (so sie denn beim jeweiligen Gerät möglich und eingestellt sind) machen auf einen Richtungswechsel aufmerksam.
  •     Dazu kommt: Viele Navigationsgeräte bieten Zusatzfunktionen – vor allem im Sport-Bereich scheint kein Wunsch offen zu bleiben. Toll ist auch die Anbindung vieler Hersteller an Internet-Foren oder Portale, auf denen man seine Touren posten und Touren anderer downloaden und nachfahren kann. Hier sind in den letzten Jahren riesige Netzwerke an Touren entstanden, die Auswahl an Routen ist nahezu unendlich. Herunterladen, auf das Navi spielen, losfahren.
  •     Wer es scheut, sich in die Technik, die tatsächlich nicht immer einfach zu beherrschen ist, einzuarbeiten, der sollte zunächst ein Einsteigergerät testen. Diese sind mit wenigen Fingertipps auf das selbsterklärende Displaymenü oder Tasten zu bedienen. Ihre Leistung reicht für das Laden von Strecken, Touren-Navigation (Routing) und die Navigation zu festgelegten Orten – wie beim Auto – aus.

Also Karte vergessen und alles per Navi? Jein. Der pure Luxus ist es, wenn man auf beides zurückgreifen kann. Sich mit der Karte ein Bild von der Region, in der man sich bewegt, zu verschaffen und dadurch besser zu verstehen, welche Route sinnvoll ist und welche weniger macht nicht nur Spaß, sondern ist äußerst praktisch. In der großen Übersicht die Sehenswürdigkeiten und ihre Entfernung abzuschätzen und danach die Route dank Navigationsgerät ohne ständiges Absteigen und Karte auspacken zu fahren – das ist das Höchste der Navigations-Gefühle auf dem Rad.
Kategorie: Information, Rund um die Reise

14.06.2017

200 Jahre Drais: Die Katholische Kirche segnet das Fahrrad

Das Wort zum Sonntag ist eine wichtige Einrichtung in der Katholischen Kirche, auch in Köln. Bei der Ausgabe vom 11.6.2017 steht der Erzbischof Rainer Maria Woelki am Rhein, hinter ihm, auf der anderen Flussseite, der Kölner Dom. Neben Ihm: Sein Rad. Thema des Worts zum Sonntag? Der 200. Geburtstag des Fahrrads! Unter anderem dankt der in seinem Bistum sehr beliebte Bischof Gott und dem Erfinder Karl Drais für das Velo: Fahrradfahren sei ein gutes Beispiel für "einen klugen und verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung und allen guten Gaben, die wir von Gott erhalten haben," erklärt Woelki, mit einem kleinen Seitenverweis auf ein Gegenbeispiel - den Umgang Donald Trumps mit dem Pariser Klimaabkommen. Woelki weiß, wovon er spricht, er ist in Köln tatsächlicht desöfteren auf dem Rad zu sehen. Wir freuen uns natürlich darüber, dass sich auch die Kirche so dezidiert zum Fahrrad bekennt und seine Vorzüge in Sachen Umweltschutz lobt. Aber noch mehr freuen wir uns darüber, was der Erzbischof am Schluss sagt: "Zweihundert Jahre alt - und es macht Spaß wie am ersten Tag!" Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Kategorie: Information, Termine

12.06.2017

Das beste Reiserad 2016!

Martin Moschek ist ein Welt- und Fernreisender, der 60.000 Kilometer auf seinen Radtouren zurückgelegt hat. Seine Erfahrung ist eine gute Voraussetzung, die Seite www.biketour-global.de zu betreiben – ein vielfältiges Blog rund um Reisen, den dazu geeigneten Fahrrädern und vielen Tipps und Tricks für Radreisende und solche, die es werden wollen.
2016 hat er eine Umfrage erarbeitet. Thema: Was ist die beste Ausstattung für Radreisen, angefangen von der Fahrradmarke über das Rahmenmaterial, die Art der Komponentenarten und ihre Marken.  408 Reiseradler haben teilgenommen und abgestimmt.
Was uns natürlich sehr freut: 2016 war Patria, wie auch schon 2014, die beliebteste Marke der Reiseradfahrer! 12,4 Prozent der Antworten fielen auf die Räder aus unserer Manufaktur. Und der Abstand ist groß: Die beiden Marken, die sich den zweiten Platz teilten, waren mit 7,5 fast fünf Prozentpunkte entfernt, Platz 3 konnte einen Prozentpunkt weniger erreichen.  
Fast selbstverständlich kam dementsprechend unser Rahmenmaterial, Stahl, auf Platz eins unter den Materialien. Satte 72 Prozent aller Befragten finden, dass der Klassiker unter den Rahmenmaterialien sich immer noch perfekt für das Abenteuer Reise eignet, 22 stimmten für Alu. Interessant finden wir, dass mittlerweile immerhin neun Prozent der Befragten sagen: Das Reiserad sollte elektrische Unterstützung haben! 
Die Umfrageergebnisse sind sehr detailliert – auch in bezug auf die Komponenten; es lohnt sich auf jeden Fall, hier reinzulesen!
Natürlich fühlen wir uns bestätigt – Wenn wir von den Menschen, für die wir unsere Reiseräder bauen, an die Spitze gestellt werden, haben wir sicher einiges richtig gemacht. Sicher ist auch die Patria-Maßanfertigung ein Argument, das gerade für Vielfahrer noch einmal besonders zählt.
 
Kategorie: Information, Fahrräder, Tests

News 1 bis 5 von 143
<< Erste < zurück 1-5 6-10 11-15 16-20 21-25 26-30 31-35 vor > Letzte >>