Kniewinkel und Kurbellänge
Nach der richtig eingestellten Sattelhöhe wird der Kniewinkel getestet. Wenn das Pedal die oberste Stellung erreicht, ist der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel am kleinsten. Die obere Pedalstellung ist der Anfang des Bereichs, in dem durch die Streckung des Beines die meiste Kraft zum Antreiben des Fahrrades aufgebracht wird. Wenn in diesem Moment der Kniewinkel kleiner als 90° ist, dann wird die Kniescheibe mit übermäßig hoher Last gegen die Gelenkflächen gedrückt. Knieprobleme sind vorprogrammiert. Sobald der Winkel größer als 90° ist, ist das Problem entschärft (Bild 2).
Der Kniewinkel wird durch die Länge der Pedalkurbeln bestimmt. Die Kurbellänge sollte daher maximal ein Fünftel der Beinlänge betragen, sonst wird der Kniewinkel zu eng. Die Standardkurbellänge beträgt 170 mm und ist daher für die meisten Menschen mit einer Beinlänge von mindestens 80cm geeignet (Körpergröße ab ca. 170 cm). Kleineren Personen empfehlen wir, kürzere Kurbeln zu fahren.
Zu kurze Kurbeln sind keine Problem! (Die meisten Menschen, die größer als 190cm sind, fahren rein theoretisch zu kurze Kurbeln.)
Viele Menschen, die kleiner als 170 cm sind, neigen dazu, relativ hohe Sattelpositionen zu fahren. Das ist tatsächlich ein Kompromiss. Bei hoher Satteleinstellung wird in der tiefsten Pedalposition mit stark gestrecktem Fuß gefahren, was die meisten Menschen nicht stört, dafür ist der Kniewinkel in der obersten Pedalposition entschärft. Trotzdem sollte man nach Möglichkeit kürzere Kurbeln vorziehen, was mittlerweile bei Schaltungen mit 1-fach Kettenblatt möglich ist.




