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Federung

Jedes Fahrrad verfügt bereits von vornherein über federnde Elemente.

Der Sattel ist entweder auf Spiralfedern oder auf Ela­stomeren gelagert - besonders Sättel für aufrechte Sitz­position haben ein stärker gefedertes Untergestell.

Die Reifen federn ebenfalls je nach Ausführung un­terschiedlich stark. Ein mit mittlerem Druck gefahrener breiter Reifen schluckt bereits eine Menge an kurzen Schlägen, während sich ein schmaler Hochdruckreifen entsprechend hart fährt. Der Reifen Big Apple von Schwalbe ist speziell für guten Federungskomfort konstruiert. In 60mm Breite ist er auf dem POTSDAM montiert, beim TERRA ist er als Ausstattungsänderung möglich.

Eine gute Gabel aus Stahl ist bei näherer Betrachtung keineswegs starr: auch die nach vorn gebogenen Gabelscheiden geben ihr einige Elastizität.

Ob darüber hinaus das Fahrrad mit einer gefederten Sattelstütze oder Federgabel ausgestattet werden soll, hängt von Ihrer Sitzposition und dem gewünschten Federungskomfort ab.

Bei nach vorn gestreckter Sitzposition trägt der Sattel weniger Körpergewicht als bei aufrechter Haltung mit geradem Rücken, weil die Arme stützende Funktion übernehmen. Zudem ist bei nach vorn gestrecktem Oberkörper die Grundspannung in der Rückenmusku­latur größer, die vor unvermittelten Stößen schützt.

Die Sitzposition beeinflußt auch die Lastverteilung auf Vorder- oder Hinterrad. Bei aufrechter Position wird das Vorderrad entlastet, während es bei geneigter Position mehr Gewicht trägt. 

Man sollte also bei Rädern mit komfortabler aufrechter Sitzposition zuerst an eine gefederte Sattelstütze denken, während bei Rädern mit sportlich gestreckter Position zusätzlich eine Federgabel sinnvoll sein kann, um Arme und Schultern zu entlasten.

Federgabel

Eine Federgabel wirkt als Einzelradaufhängung des Vorderrades. Sie federt die Fahrbahnstöße ab, die sonst über den Steuerkopf auf den Rahmen und über den Lenker auf Arme und Schultern übertragen werden.

Neben ausreichendem Federweg kommt es vor allem auf ein leichtgängiges Ansprechverhalten an, damit die Gabel auch kleine, häufig auftretende Stöße ab­sorbiert. Die Feder-Vorspannung muß einstellbar sein, damit abhängig von Körpergewicht und Sitzposition die Gabel nicht zu weit eintaucht und genug Federweg für heftigere Stöße bleibt.

Durch besondere Leichtgängigkeit zeichnet sich die gamma.eins aus, was auf ihre besondere Konstruk­tion mit 4 Gelenken im Gabelkopf zurückzuführen ist. Die Gabel ist leicht einstellbar, die Lagerung in Teflonbuchsen ist wartungsfrei. Anders als Telega­beln hat die gamma.eins einen Anti-Dive-Effekt und taucht beim Bremsen nicht stark ein.

Gefederte Sattelstütze

Besonders bei aufrechtem Sitzen ist sie eine gute Mög­lichkeit, die Wirbelsäule zu entlasten und angenehmer und entspannter zu fahren.

Der maximale Federungskomfort, der mit einer gefe­derten Sattelstütze erreicht werden kann, ist natürlich begrenzt. Eine zu weiche Federung an dieser Stelle würde zu einer unerwünschten Auf- und Abbewegung beim Treten führen. Die Airwings Evolution ist mit ih­rem sehr guten Ansprechverhalten, fürs Körpergewicht passenden Federn und einer individuell einstellbaren Vorspannung besonders empfehlenswert.